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Auch ohne Schiffe zufrieden: Die Oetker-Chefs Dr. Niels Lorenz, Dr. Albert Christmann und Dr. Heino Schmidt (v. l.) © obs/OETKER-GRUPPE

Oetker erstmals ohne Hamburg Süd

Oetker-Gruppe wächst durch Zukäufe

19.06.2019 - 10:40 UHR

Von Karsten Sander

BIELEFELD Ein Umsatzverlust von 4,7 Milliarden Euro, aber dennoch keine Panik in den Augen der Verantwortlichen. Die Oetker-Gruppe sprach bei der Veröffentlichung ihrer Zahlen für das Geschäftsjahr 2018 von einem "ordentlichen" Abschluss. Rückblick: Zum 30. November 2017 hatte die familiengeführte Unternehmensgruppe ihre traditionsreiche Reederei-Sparte Hamburg Süd an den dänische Branchenprimus Maersk verkauft.

Ohne Reederei-Aktivitäten ergibt sich für das Top-Familienunternehmen aus Ostwestfalen ein organisches Umsatzwachstum von mehr als 5 Prozent auf 7,1 Milliarden Euro. Dr. Albert Christmann, persönlich haftender Gesellschafter der Dr. August Oetker KG, verwies auf die vor einigen Jahren begonnenen Optimierungen der internen Strukturen und Prozesse, die sich – bei gleichzeitigem Auf- und Ausbau der digitalen Kompetenzen – im Geschäftsjahr 2018 bereits erfreulich und positiv bemerkbar gemacht hätten. Hinzu seien zahlreiche strategiekonforme Akquisitionen gekommen, die sowohl zur zunehmenden Internationalisierung der Oetker-Gruppe als auch zur Konsolidierung der Märkte beigetragen hätten. 

Die Umsatzplanung für 2019 beruht sowohl auf organischem Wachstum als auch auf akquisitionsbedingten Zuwächsen. Insgesamt erwartet die Oetker-Gruppe ein "wiederum vernünftiges Wachstum der Umsatzerlöse". Für dieses Geschäftsjahr werden Investitionen von etwa 425 Millionen Euro anvisiert. Gut die Hälfte davon sollen dem Geschäftsbereich Nahrungsmittel zur Verfügung stehen.

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