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Ingrid Hofmann wurde im März in den Aufsichtsrat des Fußballvereins Greuther Fürth berufen © I.K. Hofmann

I.K. Hofmann mit gebremstem Wachstum

Personaldienstleister treibt Internationalisierung voran

07.06.2019 - 18:19 UHR

Von Michael Kranz

NÜRNBERG Die I.K. Hofmann Gruppe hat im vergangenen Jahr 926 Millionen Euro Umsatz erzielt. Das fränkische Top-Familienunternehmen aus der Personaldienstleistungsbranche erzielte davon 664 Millionen Euro (+1,3 Prozent) im Heimatmarkt und 262 Millionen Euro über die Töchter in England, Italien, Österreich, Schweiz, Slowakei, Tschechien und in den USA. Vor allem mit einer weiteren Internationalisierung will man zusätzliches Wachstum erzielen.

Die Geschäftsentwicklung bei I.K. Hofmann trübte sich in der zweiten Jahreshälfte 2018 deutlich ein. Der Personalbedarf besonders in der Automobil- und Zulieferindustrie nahm ab. Gleichzeitig ist aus dem Fachkräftemangel in verschiedenen Regionen Deutschlands ein spürbarer Arbeitskräftemangel geworden. „Der Demografiewandel ist für jeden Arbeitgeber ein Thema. Mancher stellt Personal über Bedarf ein, andere treiben die Digitalisierung voran“, so Unternehmenschefin Ingrid Hofmann. Die Änderung des Arbeitnehmerüberlassungsgesetzes habe im Vorjahr hohe Investitionen in die IT und umfangreiche Schulungen für alle Vermittlungs-Mitarbeiter ausgelöst. Auch die unterschiedlichen Interpretationen für die korrekte Definition von Equal Pay sorge weiter für Unsicherheit im Markt.

Bis 2022 will Hofmann in zehn Ländern vertreten sein. Derzeit sind es acht. Außerdem soll das Auslandsgeschäft bis dahin einen Anteil am Gesamtumsatz von 40 Prozent erreichen. Das US-amerikanische Tochterunternehmen wird seit 2018 von Sonja Heinrich, der Tochter von Ingrid Hofmann, geführt.

Im Vorjahr haben die Nürnberger deutschlandweit 840 Flüchtlinge eingestellt. Die meisten neuen Mitarbeiter kommen aus Syrien, dem Irak, Eritrea und Afghanistan. Im laufenden Jahr will man mindestens 1.000 Flüchtlinge neu einstellen. „Wir betrachten jede Person individuell und prüfen, welche Einsätze möglich sind“, so Ingrid Hofmann. Ihr Unternehmen beschäftigt aktuell Menschen aus 113 Nationen. Der Anteil von Mitarbeitern mit Migrationshintergrund liegt bei 36 Prozent.

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