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Erfolg für Märklin: Die Lok Emma aus Lummerland © Simba Dickie

Simba Dickie meldet Umsatzrückgang

Händlersterben trifft Spielzeughersteller

26.01.2019 - 20:25 UHR

Von Michael Kranz

FÜRTH Die Simba Dickie Group musste im vergangenen Geschäftsjahr einen empfindlichen Umsatzdämpfer einstecken. Statt der geplanten 668 Millionen Euro wurden nur 616 Millionen Euro eingenommen. Schuld daran waren unter anderem die Pleiten großer Spielwaren-Ketten wie Toys"R"Us, Ludendo (Frankreich), Blokker (Holland) und Top Toy (Dänemark). Das Familienunternehmen aus Franken rechnet mit weiteren Pleiten in der Branche. In Russland kämpft der Spielzeughersteller mit Währungsturbulenzen und einer sich weiter eintrübenden Konjunktur. Die russische Tochtergesellschaft wurde deshalb verkauft. Positive Nachrichten liefert der 2013 übernommene Modelleisenbahn-Hersteller Märklin. Nach Jahren der Neuausrichtung wird der Umsatz des Göttinger Traditionsunternehmens im Geschäftsjahr 2018/2019 um vier Millionen auf 112 Millionen Euro im Vergleich zum Vorjahr steigen. Ein voller Erfolg sei die in Lizenz gefertigte Lok Emma aus dem Kinderbuch-Klassiker Jim Knopf und Lukas, der Lokomotivführer von Michael Ende. Zum Kinostart des gleichnamigen Films im März 2018 war das Starterset für Kinder ab sechs Jahren ausverkauft. Inzwischen seien mehr als 10.000 Stück abgesetzt worden. Simba Dickie will künftig in den USA stärker werden, wo man im Vorjahr den Hersteller von Modellbauautos Jada aus dem US-Bundesstaat New York übernommen hatte. Dort kooperiert man auch mit dem 7-jährigen Youtube-Star von "Ryans World". Mit Ryans Agentur entwickelt Jada eine eigene Spielzeugauto-Kollektion. Für das neue Geschäftsjahr rechnet Simba Dickie mit einem wieder steigenden Umsatz auf 650 Millionen Euro.

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