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Vapiano enttäuscht

Geschäftsentwicklung hinter den Erwartungen

18.02.2019 - 08:45 UHR

Von Michael Kranz

KÖLN Die Restaurantkette Vapiano will langsamer wachsen. Nach einem enttäuschenden Geschäftsjahr 2018 will das börsennotierte Familienunternehmen schlanker und effizienter werden. Statt der prognostizierten 375 bis 385 Millionen Euro Umsatz nahm die Pasta-Kette nach vorläufigen Zahlen lediglich 370 Millionen Euro ein, was einem Rückgang auf vergleichbarer Fläche um 1 Prozent zu 2017 entspricht. Vapiano schreibt zudem weiterhin rote Zahlen. Der neue Vorstandsvorsitzende Cornelius Everke hat mitgeteilt, dass man im Kernmarkt Europa neue Restaurants nur noch in Metropolen eröffnen werde. Überdenken will man auch die geplante Ausweitung der Mitnahme- und Lieferangebote. Für die Restaurants außerhalb von Europa prüft Vapiano den Verkauf eigener Restaurants an Franchisenehmer. In den USA hat man dies mit den sieben eigenen Filialen kürzlich gemacht. Vapiano ist auch in Mexiko, Brasilien, Saudi-Arabien, Ägypten, Australien und China vertreten. „Wir werden das Jahr 2019 nutzen, um einen strategischen Übergang zu schaffen und die Komplexität unseres Geschäftsmodells deutlich zu reduzieren“, so Cornelius Everke. Um zum Beispiel die Wartezeiten für Gäste zu reduzieren, will er die Abläufe in den Restaurants optimieren und die Speisekarte verkleinern. Zudem sollen die IT-Systeme verbessert werden, um eine reibungslose Nutzung der digitalen Bestellmöglichkeiten zu gewährleisten. Im Sommer 2017 war das Unternehmen, dessen größte Aktionäre die Tchibo-Familie Herz und der Mitgründer Gregor Gerlach sind, zum Preis von 23 Euro an die Börse gegangen. Am 15.02.2019 notierte das Papier bei 6,20 Euro.

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