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PwC-Maschinenbauexperte Klaus Gushurst rät zu verstärkten Investitionen in KI © PwC

PwC-Analyse: Deutsche Maschinenbauer immer skeptischer

Wachstumsprognose für die Branche sinkt auf Zwei-Jahres-Tief

13.04.2019 - 18:05 UHR

Von Michael Kranz

DÜSSELDORF Deutsche Maschinenbauer blicken mit zunehmender Sorge auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und weltweit. Über ein Drittel (36 Prozent) der Entscheider äußerten sich im Rahmen des aktuellen Maschinenbau-Barometers der Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsgesellschaft PwC mit Blick auf die globale Konjunktur pessimistisch (Vorquartal:30 Prozent). Auch bezogen auf die deutsche Wirtschaftsentwicklung wächst die Skepsis: Jeder vierte Maschinenbauer beurteilt die Aussichten negativ. Damit liegt der Anteil der Pessimisten mehr als doppelt so hoch wie im Vorquartal (11 Prozent).

Die negative Stimmung spiegelt sich auch in den Wachstumserwartungen der befragten Führungskräfte wider: Für 2019 erwarten sie nur noch ein durchschnittliches Branchenwachstum von 1,0 Prozent (Vorquartal:1,4 Prozent). Dies ist der niedrigste Prognosewert seit über zwei Jahren. Für das eigene Unternehmen gehen die Maschinenbauer immerhin durchschnittlich von 3,1 Prozent Umsatzplus aus. Im ersten Quartal des Vorjahres lag dieser Wert allerdings noch mehr als doppelt so hoch (8,0 Prozent). „Die deutschen Maschinenbauer sind zwar weiterhin sehr gut ausgelastet, doch Anzeichen einer Abkühlung sind deutlich erkennbar. Die anhaltenden Unwägbarkeiten im internationalen Handel, ein schwer zu kalkulierender Brexit sowie der massive Strukturwandel in der Automobilindustrie belasten die Aussichten“, bewertet Dr. Klaus-Peter Gushurst, Leiter des Bereichs Industries & Innovation und Experte für den Maschinenbau bei PwC Deutschland die Lage.

Trotz der trüben Konjunkturaussichten und der vergleichsweise geringen Umsatzprognosen hat sich die Branche noch kein rigides Sparprogramm verordnet. Lediglich jedes zehnte befragte Unternehmen plant eine Senkung der Kosten im kommenden Quartal. Dagegen beabsichtigt die überwiegende Mehrheit von 86 Prozent der befragten Entscheider die Investitionstätigkeit in ihren Unternehmen auf einem konstanten Niveau zu halten bzw. auszubauen. Im Schnitt planen die Maschinenbauer im laufenden Jahr 6,2 Prozent ihres Umsatzes zu investieren – etwa so viel wie im Vorjahr (5,9 Prozent). Vor allem die Weiterbildung der Mitarbeiter, neue Technologien sowie Forschung und Entwicklung stehen auf dem Plan.

Bei Technologieinvestitionen legen die Maschinenbauer den Schwerpunkt auf die Themen Robotics, 3-D-Druck sowie Datenanalyse. Lediglich 7 Prozent der Befragten wollen ihre Fähigkeiten im Bereich Künstliche Intelligenz ausbauen, 6 Prozent planen Investitionen in Digitale Zwillinge und nur 2 Prozent sehen Potenzial im Bereich Blockchain. „Investitionen in der aktuellen Situation aufzuschieben, wäre das falsche Signal“, warnt PwC-Experte Gushurst. „Vielmehr sollten die Unternehmen die sich abzeichnende Verschnaufpause aktiv nutzen, um strategisch wichtige Zukunftsinvestitionen anzugehen. Gerade das Thema künstliche Intelligenz sollte eine technologiegetriebene Branche wie der Maschinenbau nicht unterschätzen." Beim Thema Auslandsinvestitionen scheint die Richtung bereits festzustehen: Nach 44 Prozent im Vorjahr, planen in diesem Jahr lediglich 28 Prozent einen Gang ins Ausland.

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